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    A Distanza - Aufklärung und Kritik

    Punk und Ideologiekritik
    dePhilipp Hanslik125 Episodes

    Episodes (125)

    125 - Chaostage

    125 - Chaostage
    Wenn man Moses Arndt einlädt, bekommt man auch Moses Arndt. Genie und Wahnsinn liegen eng beieinander, Subversion, Anekdoten und Ausflüge ins Chaos gehören beim langjährigen Herausgeber des Zap-Magazins einfach zusammen.
    Moses erzählt von Punk im Saargebiet in den 80ern, über die Chaostage 1982-1984 und 1994/95, Südafrika vor und nach der Apartheid, Hamas-Fans und Flinta*-Aktivisten in der Punkszene, die Wiederauferstehung des Zap-Magazins, warum der Schunder-Song der Ärzte Schunder-Song heißt, über Boxen, Erdkundelehrer mit Dutt, die irgendwie heute als Punk gelten, aber eigentlich nur schlechte Hippie-Remakes sind, Martin Büsser, Auftritte bei Arabella in den 90ern und 1000 andere Anekdoten, bis das Gespräch am Ende ins komplett surreale kippt. So wie Punk halt sein soll, Chaostage auch im Podcast halt.

    Zap Magazin im Weltnetz:
    https://www.zap-magazin.de/

    124 - Der Mob

    124 - Der Mob
    Mob Mentality überall: egal ob beim ESC, an Eliteuniversitäten oder in Auschwitz am Rande des "Marschs der Lebenden". Martin Stobbe und ich befassen uns eine Stunde lang mit den letzten Auswüchsen des antisemitischen Wahnsinns, der mittlerweile jede Grenze sprengt. Zudem gibt Martin einen Ausblick auf die kommende Ausgabe der ideologiekritischen Zeitschrift Bahamas, deren Redaktion er angehört und für die er einen Artikel über den Zusammenhang zwischen der Unterminierung des Rechts (Stichwort "social" und "racial justice") und der Anklage Südafrikas gegen Israel vor dem IGH herstellt. 
    Was das Mobverhalten betrifft, zitiere ich am Ende noch den alten und inhaltlich sehr passenden Song "Call To Arms" der New Yorker Hardcore-Legende Sick Of It All:

    "So go ahead,
    Keep your rules,
    I'll choose my own wars
    Your accusations and harsh words can't do me any harm
    'Cause I don't believe in blind loyalty
    That's just mob mentality
    I will answer what's right for me
    And not your call to arms"

    Die Bahamas im Weltnetz:
    https://redaktion-bahamas.org/

    123 - Der Terror der Gutmeinenden

    123 - Der Terror der Gutmeinenden
    Ein Gast, über den ich mich sehr freue: der Berliner Künstler Niels Betori Diehl und ich trafen uns am Vorabend des 1. Mai im urbanen Kreuzberger Ambiente zum Plaudern. 
    Niels steuerte einen Essay zum sehr empfehlenswerten Sammelband "Siebter Oktober 2023" bei, in dem es um die antisemitische Revolte im Kunst- und Kulturbetrieb geht und dies ist auch der Schwerpunkt unseres Gesprächs. Was bedeuteten die roten Hände der UdK-Studenten bei einer antiisraelischen Aktion im Herbst letzten Jahres, wann wurde der Grundstock für den antisemitischen Turn im Kunstbetrieb gelegt, wie sieht es in den USA an den Universitäten aus, was hat das alles mit dem linksprogressiven Takeover zu tun und bietet Trumps MAGA-Bewegung einen Ausweg aus der Krise des Westens? Explosiver Stoff und genau deshalb so gut. 

    Niels im Weltnetz:
    https://linktr.ee/nielsbetoridiehl

    122 - Als die Punks noch keine Hippies waren

    122 - Als die Punks noch keine Hippies waren
    Jeder kennt sie, jeder liebt sie: die mächtigen Kassierer. Ich unterhalte mich mit Sänger Wolfgang "Wölfi" Wendland, der außerdem auch noch seit vielen Jahren Politiker (APPD/SPD) ist, über die Bandgründung 1985, Konzerte und Kontroversen in den 90ern, die Unterschiede zwischen Shows 1986 und 2024 und über die bis heute anhaltende Unfähigkeit, Texte der Band zu verstehen. 
    Außerdem: Chaostage 1983/84, Talkshows in den 90ern, APPD-Forderungen, die heute teilweise Wirklichkeit geworden sind, die Böhmermannisierung der öffentlichen Debatte, Wölfis SPD-Mitgliedschaft, Atomkraft, Gendern und ein Rückblick auf die Zeit, als Punks noch keine elendigen Hippies waren. 

    Wölfi auf Twitter:
    https://twitter.com/WoelfiWendland

    Die Kassierer:
    https://www.kassierer.de/

    121 - Stellvertreterkrieg

    121 - Stellvertreterkrieg
    Bislang führte das iranische Regime einen Stellvertreterkrieg gegen seinen Erzfeind Israel, in dem auf die Proxies der Mullahs gesetzt wurde (und wird), insbesondere die Hamas in Gaza, die Hisbollah im Libanon und die Huthis im Jemen. Seit letzten Samstag ist das anders, der Iran griff zum ersten Mal Israel direkt an. Zum Glück konnten die Israelis zusammen mit Jordanien, den USA, Großbritannien und Frankreich 99% der vom Iran abgefeuerten Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern abfangen, es gab keine Toten.
    Bardia Razavi, Deutsch-Iraner aus Hamburg, und ich unterhalten uns über diesen Angriff, über die Ideologie der Mullahs, ihre Auslegung des Schiitentums, die die radikale Vernichtung des jüdischen Staates zur handlungsweisenden Maxime des Regimes erhebt, über neue und alte Verbündete Israels im Nahen Osten, die Iranpolitik von Obama und Trump und der EU und über eventuelle Zeitenwenden im Umgang mit dem iranischen Terrorregime. Denn eins sollte immer wieder klar werden: nicht die Iraner sind der Feind, sondern die dortige Despotie. Verschwindet diese endlich auf dem Müllhaufen der Geschichte, wird der gesamte Nahe Osten ein menschenfreundlicherer Ort.

    Bardia im Weltnetz:
    https://twitter.com/RazaviBardia

    120 - Trio Infernale

    120 - Trio Infernale
    "Wie kam es zur Konstitution dieses Trio infernale – Iran, China, Russland –, das gemeinsam Stellvertreterkriege führt und zusätzlich die Stärke besitzt, interne Konflikte auszutragen?" - diese Frage stellten sich Moritz Pieczewski-Freimuth und Jahad Ebadi in einem Artikel zur neuen antiwestlichen Querfront auf der Seite Mena Watch. Ich stelle Moritz diese Frage nun auch in dieser Folge: was vereint den Iran, China und Russland, was trennt sie, wie taktisch ist das Verhältnis, warum halten die iranischen Mullahs den Mund, wenn es um Chinas genozidale - hier trifft der Begriff tatsächlich zu - Politik den Uiguren gegenüber geht und welche Ambitionen haben diese drei Regime in der Welt? 
    Moritz lebt in Köln, ist Erziehungswissenschaftler und arbeitet beruflich mit Migranten und war auch grad auf Patreon zu Gast zu einem ähnlichen Thema. Außerdem schreibt er regelmäßig für verschiedene Medien wie den Cicero oder den Humanistischen Pressedienst. Seine Artikel, auch den zum Trio Infernale, findet ihr hier:
    https://www.torial.com/moritz.pieczewski-freimuth

    Und unser Gespräch von letzter Woche findet ihr hier:
    https://www.patreon.com/user?u=59264472

    119 - Zwei wie Pech und Schwefel

    119 - Zwei wie Pech und Schwefel
    Leipzigs Skinheadlegende Thomas Ecke war über Ostern in der grünen Hölle Freiburg und ich hab mir den Film über Otze und Schleim-Keim in Leipzigs wokesten Kino angesehen, in Plagwitz natürlich, wo sonst. Der Film ist aber ganz gut und das nehmen wir zum Anlass, ein wenig in die Vergangenheit zu reisen und über Deutschpunk in den 90ern, Punk in der DDR und die APPD zu sprechen. 
    Außerdem: Fußballmafia DFB, Eckes Musiktipps und am Ende eine Würdigung unserer Kindheitshelden Bud Spencer und Terence Hill. Letzterer feierte vor wenigen Tagen seinen 85. Geburtstag. Alles Gute, Terence.

    Mehr von Ecke gibts hier:
    https://www.patreon.com/user?u=59264472
    Und die erwähnte Playlist hier:
    https://open.spotify.com/playlist/5xWFZ2iXj1Lx8fZtI6mTeF

    118 - Generation Krokodilstränen

    118 - Generation Krokodilstränen
    Ältere Semester erinnern sich vielleicht noch: Anfang der 90er kam die sog. "Triple-Oppression-Theorie" in der linksradikalen Szene auf, quasi ein Leitfaden zum Erkennen verschiedener "Unterdrückungsmechanismen". 30 Jahre später heißt Triple Oppression nun Intersektionalismus und ist im Mainstream angekommen.
    Pauline Voss, freie Journalistin aus Frankfurt, hat sich in ihrem Anfang März erschienenen Buch "Generation Krokodilstränen" nun mit den Machttechniken der Wokeness auseinandergesetzt und argumentiert interessanterweise mit Michel Foucault gegen seine postmodernen Adepten. Es ist übrigens kein Zufall, dass die Ursprünge der Wokeness genau im Zeitraum des Zerfalls der Sowjetunion liegen und diese auch nur im Westen möglich ist. Denn nur der Westen bietet leider auch die Möglichkeiten seiner eigenen Abschaffung.
    Lest Paulines Buch, es ist sehr empfehlenswert, wenn man über die reine Empörung über den neuesten Irrsinn aus Wokenhausen hinausgehen will.
    Hier könnt ihr es direkt bestellen:
    https://www.europa-verlag.com/Buecher/6685/GenerationKrokodilstrnen.html
    Pauline im Weltnetz:
    https://twitter.com/pauline__voss

    117 - Feministische Jakobinerinnen

    117 - Feministische Jakobinerinnen
    Von "Sitzpinkler*innen" bis "Penisträger*innen" (Katalin Gennburg, Linkspartei), von Alice Schwarzer bis Kathleen Stock, von Grenzgängerin bis Triggerwarnung: ich unterhalte mich mit meinen liebsten Radfems, Lotti vom Kolke und Manuela Schon. Also, die beiden unterhalten sich und ich melde mich gelegentlich zu Wort.
    Inhaltlich geht es u.a. um politisches Schmierentheater in der Linkspartei, der Manu lange Jahre angehörte, über die Unfähigkeit gewisser Kreise zur sachlichen Diskussion und über die Bedeutung des Feminismus der zweiten Welle für Lotti und Manu. Kleine nostalgische Momente sind auch wieder mit drin.

    Lotti und Manu im Weltnetz:
    https://linktr.ee/lotti_vk
    https://twitter.com/manuelaschon
    https://open.spotify.com/show/5t859fCSTbj4VxaeKazg6R

    Und die Mailadresse von Lottis und Manus neuen Verein:
    info@netzwerkfrauenrechte.de

    116 - Erleuchtung

    116 - Erleuchtung
    “We can have different views about Hamas as a political party. We can have different views about armed resistance. But I think it is more honest and historically correct to say that the uprising of October 7 was an act of armed resistance. It is not a terrorist attack and it’s not an antisemitic attack, it was an attack against Israelis." Das sagte vor wenigen Tagen die Säulenheilige aller Poststrukturalisten und Queerfeministen, die notorische Antizionistin Judith Butler. Wenig überraschend sehen wir auch seit Monaten hypersensible woke Queerfems, die Kreischanfälle bei Kapitalverbrechen wie Deadnaming oder Misgendering kriegen, sich aber schlichtweg nicht für reale Fälle brutalster sexueller Gewalt gegen jüdische Frauen interessieren oder diese gar leugnen, auf diversen Pro-Hamas-Demos. 
    Passend zum Weltfrauentag, der heute irgendwas mit FlintaLinta heißt, nehmen Hannah Kassimi und ich die Ideologie des queeren Antisemitismus auseinander und es gibt auch einen Exkurs hin zum "materialistischen Queerfeminismus", der sich als neuer heißer Scheiß ausgibt und ganz marxologisch daherkommt, aber: "Hegel bemerkte irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce" (Karl Marx). Linke Geschichte wiederholt sich eigentlich permanent nur als Farce, möchte man noch hinzufügen.
    Allen Frauen, die sich noch als Frauen verstehen und nicht gerne als "birthing person" oder "Mensch mit Gebärmutter" abgekanzelt werden wollen, wünschen wir einen erfolgreichen Weltfrauentag.

    Wer dieses Medienprodukt unterstützen will, kann das übrigens auf Patreon tun:
    https://www.patreon.com/user?u=59264472

    115 - Die vergessenen Frauen von Afghanistan

    115 - Die vergessenen Frauen von Afghanistan
    Der Titel dieser Folge mag pathetisch klingen, ist aber leider absolut angemessen, wenn man sich mit der dramatischen Lage der Frauen in Afghanistan nach der erneuten Machtübernahme der Taliban im August 2021 beschäftigt. Genau das tun mein Gast Rebecca Schönenbach, Autorin, Kolumnistin und Frauenrechtlerin, und ich. Inwiefern hat sich die Lage für Frauen und Mädchen nochmal verschlimmert, wie sieht die Ideologie der Taliban aus, wer arbeitet mit ihnen zusammen, wie freiheitlich war Afghanistan mal, wie geht der Westen mit dem Regime um und was tut sich im verborgenen doch noch, damit die afghanischen Frauen nicht völlig entrechtete Wesen sind? 
    Düstere Thematik, aber zum Schluss gibt es doch noch ein wenig Optimismus. Spoiler: die lächerliche "feministische Außenpolitik" von Baerbock und ihrem Außenministerium trägt nichts dazu bei, wer hätte es gedacht...

    114 - "Hängengebliebene Vollidioten"

    114 - "Hängengebliebene Vollidioten"
    Zum ersten Mal vor der Paywall: Basti Skräck, Subkultur-Urgestein, DJ und Sänger der Berliner HC/Oi!-Band The Detained und früherer Sänger der D-Beat-Band Skräck. Basti ist gebürtiger Leipziger, lebt aber schon seit 15 Jahren in Berlin.
    Hauptsächlich dreht sich unser Gespräch auch um Subkulturen bzw. das Älterwerden (oder "hängenbleiben") in der Subkultur, um neue Bands und legendäre Deutschpunkplatten, um Bastis Bands, USA-Touren, Fanzines und zum Schluss um die RAF. Daniela, der Kampf geht weiter. Diesmal dann im Altersheim von Stammheim.

    Bastis Vinylfetisch auf Instagram:
    https://www.instagram.com/pretentious_assh0le/
    The Detained:
    https://thedetained.bandcamp.com/

    Und noch mehr Folgen mit Basti auf Patreon:
    https://www.patreon.com/user?u=59264472

    113 - Hamburger Wetter

    113 - Hamburger Wetter
    Hamburg 8 Grad Regen. Ich war ein paar Tage in der Hansestadt mit dem beschissensten Wetter ganz Deutschlands, aber habe mich dort wieder mit einem der sympathischsten Musiker Deutschlands getroffen, mit Carsten Friedrichs, ehemals Superpunk und heute Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen. Politik kommt nur am Rande vor, stattdessen betreiben wir feinste Dampfplauderei über Hamburger Bands, Labels, Kneipen, Clubs, Institutionen, über Werner Enkes Filme, über Jörg Fauser als Chronist der alten BRD der 80er Jahre und über weitere deutsche Humoristen, Autoren oder Regisseure, die schon immer aus dem Kanon der deutschen Moraltümelei herausgefallen sind, viele gibt es ja davon nicht.
    Gute Laune und wir hören uns in einem Jahr wieder.

    Carstens aktuelle Band und Label:
    https://www.tapeterecords.de/artists/die-liga-der-gewoehnlichen-gentlemen

    112 - Die iranische Revolution

    112 - Die iranische Revolution
    In diesem Februar jährt sich leider die Machtübernahme der Mullahs im Iran zum 45. Mal. 45 Jahre Unterdrückung der Opposition auf brutalste Art, 45 Jahre permanente Terrorkampagnen in anderen Ländern der islamischen Welt, 45 Jahre staatlich institutionalisierter Antisemitismus und Antiamerikanismus.
    Mein Gast Haleh Ramandi kam 2016 nach Deutschland und engagiert sich in der Opposition im Exil gegen das islamistische Regime in Teheran. Wir rollen noch einmal die Geschichte iranischer Revolutionsbewegungen beginnend im Jahr 1906 auf, behandeln die Katastrophe des Jahres 1979, den Verrat der Linken an der iranischen Freiheitsbewegung und die Unmöglichkeit von Reformen in diesem theokratischen System, welches nur durch eine erneute Revolution, diesmal mit westlich-demokratischen Maßstäben, beseitigt werden kann. Denn: egal, wie lange es noch dauern wird, aber irgendwann fällt jede Tyrannei. So wird es auch im Iran geschehen.

    Haleh im Weltnetz:
    https://www.instagram.com/haleh.h.ramandi/

    111 - Opferneid

    111 - Opferneid
    Mit diesem Comeback hätte bestimmt kaum jemand gerechnet: Jan Gerber aus Halle ist nach einem Jahr zurück. Jan ist Mitherausgeber der Hallischen Jahrbücher, deren erster Band den Schwerpunkt "Postkolonialismus" hat und genau damit befassen wir uns auch ausführlich.
    Was unterscheidet Antikolonialismus vom Postkolonialismus, was sind die theoretischen Vordenker, welche Rolle spielen die zeitgeschichtlichen Ereignisse der 70er Jahre und warum konnte die postkoloniale Ideologie so weit in den Mainstream eindringen? Warum gibt es eine offene Flanke zum Antisemitismus, woraus speist sich das Weltbild postkolonialer Meisterdenker wie Achille Mbembe und wieso muss anscheinend der Holocaust verharmlost werden, wenn es um postkoloniale Opfererzählungen geht? Alles in allem fischen wir in eher trüben Gewässern. 

    110 - Border Crisis

    110 - Border Crisis
    Land of the free, home of the brave: Der Leipziger Energie-Experte Daniel ist zurück und wir befassen uns noch einmal mit der Stimmung in den USA vor der Präsidentschaftswahl, diesmal aber aus einer anderen Perspektive als mein Gast Bardia Razavi in der Folge 107.
    Was bewegt Menschen vor allem aus der Arbeiterschicht, Donald Trump zu wählen, warum sind die Demokraten die Partei der Elite, was passiert gerade an der texanisch-mexikanischen Grenze und inwiefern wird das Einfluss auf das Wahlverhalten auch migrantischer Bürger der USA haben? Außerdem tauchen wir zum Ende nochmal ein in Debatten amerikanischer Konservativer zur Bewertung Martin Luther Kings (den ich für einen wahrhaften und im besten Sinne amerikanischen Antirassisten halte). 

    Auf Patreon haben wir das Gespräch fortgesetzt:
    https://www.patreon.com/user?u=59264472

    109 - Die feine Gesellschaft

    109 - Die feine Gesellschaft
    Deutschland einig Antifa: wir erleben momentan die größten gemeinschaftsstiftenden Aufmärsche des wiedergutgewordenen Deutschlands seit Schröders Aufstand der Anständigen im Jahr 2000. Zusammen mit ihrer Regierung demonstriert ein Milieu, welches sich für das Maß aller Dinge hält und wenig bis keine Ahnung vom realen Leben hat. Einher damit geht ein Trend zum Autoritarismus, wenn es der "guten" Sache dient, und der Ersetzung jeglicher Kritik und Diskussion durch Gefühle. 
    Warum diese Demos wenig mit Antifaschismus, aber sehr viel mit Deutschland zu tun haben, warum Björn Höcke kein zweiter Hitler, sondern ein originärer deutscher Widerling ist und was die antisemitischen Massaker des 7.10. mit der halluzinierten "Wannseekonferenz 2.0" zu tun haben, erläutern Genosse Martin Stobbe und ich in dieser Folge. 
    Abschließend ein wieder topaktuelles Zitat des 1987 verstorbenen Kritiker Christian Schultz-Gerstein über das schon 1982 existierende Milieu der feinen wiedergutgewordenen Deutschen:

    "Aber so sind sie eben: Gesenkten und gedenkenden Hauptes treten sie ein ins Bräunungsstudio der Wiedergutmachung und kommen mit einem knackfrischen Willen zur Vergeßlichkeit wieder heraus, kraft dessen sie fordern, »die Deutschen müssen endlich normal werden« und »aus dem Schatten Hitlers treten« (Alfred Dregger). (Soll sich nur keiner darauf herausreden, Dregger sei ein Rechter. Auch die RAF-Aktivisten um Baader und Ensslin, die sich als antifaschistische Elite verstanden, haben an ihre Genossen appelliert, sie mögen zugunsten der Palästinenser endlich ihren »Juden-Knacks« überwinden.)"

    Link zum Text:
    https://www.spiegel.de/politik/wer-hat-angst-vor-neo-nazis-a-adfc5a4f-0002-0001-0000-000014334350

    108 - Holocaustrelativierung gegen rechts

    108 - Holocaustrelativierung gegen rechts
    Zum ersten Mal zu Gast ist die Frankfurter Journalistin Pauline Voss. Pauline hat drei Jahre in Zürich gelebt und fest für die NZZ geschrieben. Seit 2023 lebt sie wieder in Frankfurt und arbeitet mittlerweile als freie Journalistin.
    Wir unterhalten uns über ihren Werdegang, über das Leben und die Mentalität in der Schweiz im Gegensatz zu Deutschland (da muss nämlich nicht permanent die Welt vorm drohenden Untergang gerettet werden), über freie und zeitungsgebundene journalistische Tätigkeit, ihr im Frühjahr erscheinendes Buch "Generation Krokodilstränen" und vor allem über die deutsche Massenpsychose. Momentan schwer angesagt: Holocaust- und NS-Relativierung gegen rechts. Woher kommt diese morbide Faszination für den NS, wieso wurde der NS nie wirklich in Deutschland aufgearbeitet und warum bleibt der alte Spruch "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen" leider weiter aktuell?

    Pauline im Weltnetz:
    https://twitter.com/Pauline__Voss

    107 - 2024 United States presidential election

    107 - 2024 United States presidential election
    Egal, ob es den Amerikahassern passt oder nicht: die amerikanische Präsidentschaftswahl ist die wichtigste der Welt und findet am 5.11.2024 statt. Das nehmen mein Gast Bardia Razavi, Deutschiraner aus Hamburg, und ich zum Anlass, uns ausgiebig mit dem amerikanischen Wahlsystem, Swing States, Wahlmännern, den einzelnen Kandidaten der Demokraten und Republikaner, den Zielen und Versprechen von Trump und Biden (die aussichtsreichsten Kandidaten der beiden großen Parteien für den Präsidentschaftswahlkampf) und der Stimmung in den USA zu beschäftigen. Dabei erfahrt ihr kurioses, interessantes und unschönes Zeugs, und es wird noch mehr im Laufe des Jahres auf euch zukommen.
    Außerdem gibt es wie gewohnt, wenn Bardia zu Gast ist, zu Beginn einen Blick in den Iran und wir befassen uns auch kurz mit den jemenitischen, vom Iran gelenkten Huthi-Milizen, die jetzt endlich mal vom Westen auf die Schnauze kriegen.

    Checkt diese Seite für frische Updates aus dem amerikanischen Wahlkampf:
    https://projects.fivethirtyeight.com/polls/

    Und checkt Bardia im Weltnetz:
    https://twitter.com/RazaviBardia

    106 - Green Culture

    106 - Green Culture
    Frohes neues Jahr aus dem Felsenkeller in Leipzigs Lastenradkampfgebiet Plagwitz. Jörg Folta ist zurück und wir behandeln ausführlich das Sendungsbewusstsein der deutschen Kunst- und Kulturwirtschaft. Denn Kunst und Kultur dürfen in Deutschland nicht einfach nur der Unterhaltung dienen, sondern müssen möglichst viel Sendungsbewusstsein transportieren, um bspw. wieder einmal drohende Weltuntergänge gerade noch abzuwenden. Deutsche Ideologie in a nutshell und eine unrühmliche Tradition, die sich seit 1933 bis heute durchzieht und von Menschen, die sich "freiwillig und ohne Not als Kulturschaffende bezeichnen" (der geschätzte Carsten Friedrichs in Folge 56) gerne umgesetzt wird. Kein Wunder, dass eine Person wie Claudia Roth Kulturstaatsministerin ist.
    Außerdem folgt am Ende noch ein etwas längerer Nachruf auf den am 30.12.2023 viel zu früh verstorbenen ehemaligen Egotronic-Sänger Torsun Burkhardt, der bzw. dessen Band sicherlich für nicht wenige meiner Hörer eine Zeitlang prägend war. Ruhe in Frieden, Torsun.

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    By: Nailah Turner

    Total Episodes: 3

    Topics:society & culture

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    By: Cheryl Stevens

    Total Episodes: 19

    Topics:society & culturereligion & spiritualityhealth